Mitgliederlandwirtschaft

Zusammenfassung – Thema Mitgliederlandwirtschaft

 

Der Traum vom eigenen Bauernhof – so kann er auch für Dich Wirklichkeit werden:

→ monatlicher Mitgliedsbeitrag

→ Prinzip der solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi, CSA)

→ kleine Gruppe von Mitgliedern (ca. 20 Parteien)

→ freundschaftliches Miteinander und gemeinsames Gestalten auf dem Hof

So funktioniert’s:

Mitglieder bezahlen einen monatlichen Beitrag und erhalten dafür die Produkte des Hofs „gratis“. Neben Gemüse, Getreide, Fleisch, Honig etc. in Bio-Qualität berechtigt das Bezahlen des Mitgliedsbeitrags auch zur gelegentlichen Nutzung der hofeigenen Ferienwohnung zwecks Ferien auf dem Bauernhof (in der Ferienregion Edersee, siehe „Urlaub auf dem Bauernhof“) sowie zum Teilhaben an den alltäglichen Arbeiten auf dem Hof und Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Seminaren zu Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln und alten Kulturtechniken (siehe „Bildungsveranstaltungen“). Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen sowie Landleben inbegriffen! Auch für Kinder gibt es passende Angebote.

Unsere Ziele:

Wir möchten ökologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft unabhängig vom freien Markt verwirklichen und streben nach achtsamem Umgang mit Boden, Pflanzen und Tieren.

Möchtest Du mit uns gemeinsam so etwas Wirklichkeit werden lassen:

Einen kleinen, vielfältigen Bauernhof. Neben dem Traktor sollen viele Arbeiten von Hand und mit unseren Pferden erledigt werden.

Ein lebendiger Hoforganismus soll entstehen. Gesucht werden Mitglieder, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch mal zupacken und selbst mit gestalten möchten.

Im kleinen Maßstab (auf ca. 10 Hektar) soll realisiert werden: Gemüsebau, Getreidebau, Fleisch-Schafe, Legehennen, Honigbienen.

Der Erhalt der Produkte (Gemüse, Getreide, Fleisch, Eier, Honig…) ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Der Hof ist ausbaufähig, z.B. mit Milchkühen.

Mitglieder können auch selbst initiativ werden und Ideen realisieren, z.B. Teekräuter trocknen, Anbau von Färberpflanzen, Brot backen, Milchverarbeitung, Lehmofen bauen, Ton brennen, zusammen musizieren etc.

Das gibt es aktuell schon:

Bauernhof in Waldeck-Freienhagen (Nähe Edersee). Schafherde, Bienenvölker, Arbeitspferde, Bio-Zertifizierung

Bei Interesse nimm bitte Kontakt mit uns auf (siehe Menü „Kontakt“)! Wir können dann weitere Einzelheiten zusammen besprechen. Da unsere Mitgliederlandwirtschaft noch im Aufbau begriffen ist, wurden noch keine festen Regelungen, z.B. bezüglich der Höhe des monatlichen Mitgliedsbeitrags, getroffen. Auf Grund einer ersten Kostenrechnung schätzen wir, dass bei voller Produktionsleistung und ca. 25 Mitgliedsparteien der Monatsbeitrag bei ca. 150 Euro liegen wird.

Die Produktion von Gemüse und Getreide startet im Anbaujahr 2018. Andere Produkte sind bereits jetzt als Probierportionen erhältlich, z.B. Schaffleisch und -wurst, Wolle, Gelees, Honig.

Für alle weiteren Fragen stehen wir Dir gerne telefonisch oder persönlich zur Verfügung. Informiere Dich einfach einmal unverbindlich bei uns 🙂

 

Detaillierte Hintergründe aus unserem Betriebskonzept: Thema Mitgliederlandwirtschaft

In diesem Betrieb soll das gerade im Aufschwung befindliche Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft“ im kleinen Maßstab intensiviert werden. Solidarische Landwirtschaft heißt, dass Verbraucher Mitglied werden bei „ihrem Hof“, über mindestens ein Jahr einen monatlichen Beitrag zahlen und dafür alle Produkte des Hofes „gratis“ erhalten. Der Vertrag wird jeweils im Frühjahr um ein Jahr verlängert. Der monatliche Beitrag richtet sich nach den Betriebskosten und der Anzahl Mitglieder. Alle Mitglieder zusammen decken gemeinsam die Betriebskosten.

Von unserem Betrieb soll jedoch nicht, wie bei solidarischen Landwirtschaften meist üblich, eine große Anzahl Menschen versorgt werden. Wir wollen einen kleinbäuerlichen Betrieb führen, bei dem eine relativ kleine Anzahl an Mitgliedern einen starken Bezug zu „ihrem Hof“ entwickelt. Es wird von Anfang an eine Art Basisvollversorgung geboten mit Produkten aus den Betriebszweigen Gemüsebau, Getreidebau, Fleischschafe, Imkerei, Legehennen. Weitere Produktionsbereiche (z.B. Milch) und Veredelungsstufen sind in Abhängigkeit von der Entwicklung des Betriebs angedacht. Die Betriebsgröße und -struktur ist auf eine umfängliche Versorgung von 20 – 25 Parteien/Familien ausgelegt, ein Wachstum darüber hinaus wird im Rahmen dieses Betriebskonzeptes nicht angestrebt.

Die Vermarktung der Produkte soll in unserem Betrieb jedoch nicht an erster Stelle stehen. Das Alleinstellungsmerkmal unserer kleinen Mitgliederlandwirtschaft soll, neben ihrer Vielfalt, die Erlebbarkeit der Herstellungsprozesse auf verschiedenen Ebenen sein. Mitglieder bezahlen mehr als bei gewöhnlichen solidarischen Landwirtschaften, erhalten dafür jedoch neben den Produkten auch Bildungsangebote in Form von Seminaren und allgemein die Möglichkeit, an Arbeitsprozessen teilzunehmen. Darüber hinaus verstehen wir den Hof als Handlungs- und Erfahrungsfeld, das dem Mitgliederkreis soweit offen stehen soll, dass sie in Eigeninitiative Projekte verwirklichen können, die den Betrieb bereichern und ergänzen. Die Mitglieder sollen in die Rechtsform des Hofes einsteigen können, genaueres ist mit den konkreten Personen gemeinsam zu erarbeiten.

Auf diese Weise wollen wir einerseits unsere kleinbäuerliche Betriebsweise ohne Wachstumszwang auch ökonomisch tragfähig machen. Andererseits kann so mittelfristig ein aktiv mitgestaltender Freundeskreis mit dem Hof zusammenwachsen, so dass die Grenze zwischen Produzenten und Konsumenten ein Stück weit aufgehoben wird und letztere tatsächlich Teil des Hoforganismus werden können. Um dies zu unterstützen, wird im ausgebauten Dachgeschoss des Wohnhauses eine einfache Ferienwohnung eingerichtet, welche den Mitgliedern nach Absprache im Rahmen ihres monatlichen finanziellen Beitrags in einem festzulegenden Umfang zur Verfügung steht.